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08.08.2026

Wie viele Spots benötigen Sie für Ihre Überdachung? (mit Rechenbeispiel)

Bevor Sie Verandabeleuchtung bestellen, sollten Sie zunächst berechnen, wie viele Spots Sie tatsächlich benötigen. Bei zu wenigen Spots bleibt Ihre Überdachung zu dunkel; bei zu vielen Spots bezahlen Sie für Licht, das Sie nicht benötigen. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen anhand eines Rechenbeispiels, wie Sie die richtige Anzahl an Spots für Ihre Überdachung bestimmen und worauf Sie außerdem achten sollten.

Warum hängt die Anzahl der Spots von mehr als nur der Fläche ab?

Es liegt nahe, einfach die Fläche Ihrer Überdachung durch einen festen Wert zu teilen, um die richtige Anzahl an Spots zu ermitteln. In der Praxis spielen jedoch mehrere Faktoren eine Rolle:

  • Das gewünschte Lichtniveau. Möchten Sie hauptsächlich eine gemütliche Atmosphäre schaffen oder möchten Sie unter der Überdachung auch bequem lesen oder essen können?

  • Der Lichtstrom pro Spot. Dieser unterscheidet sich je nach Produkt und ist auf der Verpackung oder in den Produktspezifikationen angegeben, meist zwischen 150 und 300 Lumen pro Spot.

  • Der Abstrahlwinkel. Die meisten Einbauspots für Veranden haben einen Abstrahlwinkel zwischen 30 und 60 Grad. Dieser Winkel bestimmt, wie groß der Lichtkegel auf dem Boden bei einer bestimmten Montagehöhe ist.

  • Die Montagehöhe. Je höher die Spots montiert sind, desto breiter (aber weniger intensiv) wird der Lichtkegel.

  • Die maximale Belastung Ihres Treibers oder Transformators. Systeme mit einem zentralen Treiber erlauben normalerweise nur eine begrenzte Anzahl an Spots pro Treiber. Prüfen Sie dies immer, bevor Sie eine größere Anzahl an Spots einplanen.

Wenn Sie diese Faktoren berücksichtigen, vermeiden Sie, zu wenige oder zu viele Spots zu bestellen.

Faustregel: Lumen pro m² für Ihre Überdachung

Eine praktische Möglichkeit zur Berechnung ist die Verwendung von Lumen pro Quadratmeter. Dafür können Sie zwei Richtwerte verwenden:

  • Stimmungsvolle Grundbeleuchtung: Rechnen Sie mit etwa 100 bis 150 Lumen pro m². Das reicht aus, um Ihre Veranda für einen entspannten Abend gemütlich zu beleuchten.

  • Funktionale Beleuchtung, beispielsweise zum Essen, Lesen oder Arbeiten: Rechnen Sie mit etwa 200 bis 300 Lumen pro m², um eine ausreichende Sicht zu gewährleisten.

Diese Richtwerte dienen als Ausgangspunkt. Wenn Sie etwas mehr oder weniger Licht bevorzugen, können Sie natürlich davon abweichen. Wenn Sie sich für dimmbare Beleuchtung entscheiden, können Sie die endgültige Helligkeit jederzeit nach Ihren Wünschen einstellen, auch wenn Sie zunächst etwas großzügiger gerechnet haben.

Rechenbeispiel: Anzahl der Spots für Ihre Überdachung berechnen

Wenden wir die Berechnung auf eine Überdachung von 3 x 4 Metern, also 12 m², an, bei der Sie hauptsächlich eine stimmungsvolle Grundbeleuchtung wünschen. In diesem Beispiel gehen wir von einem typischen LED-Einbauspot mit einer Lichtleistung von etwa 200 Lumen aus.

Schritt 1: Ermitteln Sie die benötigte Lichtmenge. 12 m² × 150 Lumen pro m² = insgesamt 1.800 Lumen.

Schritt 2: Teilen Sie diesen Wert durch die Lichtleistung pro Spot. 1.800 Lumen ÷ 200 Lumen pro Spot = 9 Spots.

Schritt 3: Runden Sie auf eine passende Anzahl. Abhängig von den verfügbaren Setgrößen können Sie beispielsweise auf 8 oder 10 Spots runden. Möchten Sie lieber etwas mehr Reserve haben? Dann ist das Aufrunden eine sinnvolle Wahl.

Möchten Sie auch funktionale Beleuchtung berücksichtigen, beispielsweise weil Sie regelmäßig draußen essen? Rechnen Sie dann mit 250 Lumen pro m² statt mit 150: 12 m² × 250 Lumen pro m² = 3.000 Lumen, geteilt durch 200 Lumen pro Spot = 15 Spots.

Hinweis: Die Lichtleistung pro Spot kann je nach Produkt erheblich variieren. Prüfen Sie daher immer den Lumenwert des Spots, den Sie tatsächlich verwenden möchten, und passen Sie die Berechnung entsprechend an.

Berücksichtigen Sie den Abstrahlwinkel

Der Abstrahlwinkel eines Spots bestimmt, wie groß der Lichtkegel auf der beleuchteten Fläche wird. Bei einem typischen Abstrahlwinkel von etwa 45 Grad und einer Montagehöhe von ungefähr 2,2 bis 2,5 Metern (eine gängige Höhe für eine Überdachung) entsteht pro Spot ein Lichtkegel mit einem Durchmesser von ungefähr 1,8 bis 2 Metern. Bei einem kleineren Abstrahlwinkel wird dieser Lichtkegel kleiner und das Licht konzentrierter; bei einem größeren Abstrahlwinkel wird er breiter, aber weniger intensiv.

Daher sollten Sie die Spots möglichst nicht zu weit auseinander platzieren. Ein Abstand von etwa 1,5 bis 2 Metern sorgt normalerweise für ein gleichmäßiges Lichtbild ohne deutlich dunkle Bereiche zwischen den Spots. Wenn Sie die Spots weiter auseinander platzieren, kann die Überdachung ungleichmäßig ausgeleuchtet werden, selbst wenn die Gesamtzahl der Lumen rechnerisch ausreichend ist.

Vergessen Sie den Treiber oder Transformator nicht

Verwenden Sie Niederspannungsspots, die an einen zentralen Treiber oder Transformator angeschlossen werden? Dann sollten Sie prüfen, wie viele Spots maximal an einen Treiber angeschlossen werden dürfen. Diese maximale Anzahl unterscheidet sich je nach System und ist in den technischen Daten angegeben. Überschreitet Ihre Berechnung diese maximale Anzahl, benötigen Sie einen zusätzlichen Treiber. Berücksichtigen Sie dies bei Ihrer Bestellung, insbesondere wenn Sie ein bestehendes Set mit einzelnen Spots erweitern möchten.

Rechenbeispiele für verschiedene Größen von Überdachungen

Um Ihnen die Berechnung zu erleichtern, haben wir sie auch für einige gängige Größen von Überdachungen durchgeführt. Diese Beispiele basieren auf einer stimmungsvollen Grundbeleuchtung mit 150 Lumen pro m² und einem typischen Spot mit etwa 200 Lumen.

Größe der Überdachung

Fläche

Benötigte Lumen

Empfohlene Anzahl an Spots

2 x 3 m

6 m²

~900 Lumen

4 bis 5 Spots

3 x 4 m

12 m²

~1.800 Lumen

8 bis 10 Spots

4 x 5 m

20 m²

~3.000 Lumen

14 bis 16 Spots

4 x 6 m

24 m²

~3.600 Lumen

17 bis 19 Spots

Möchten Sie zusätzlich funktionale Beleuchtung über einem Ess- oder Küchenbereich? Berechnen Sie diesen Teil der Überdachung mit dem höheren Richtwert von 250 bis 300 Lumen pro m² und den restlichen Bereich mit dem Richtwert für stimmungsvolle Beleuchtung.

Verteilen Sie die Spots sinnvoll über Ihre Überdachung

  • Verteilen Sie die Spots möglichst gleichmäßig über die gesamte Fläche, beispielsweise in einem Raster oder in Reihen.

  • Über einem Ess- oder Sitzbereich können Sie einige zusätzliche Spots mit geringerem Abstand zueinander platzieren, um dort mehr funktionales Licht zu erhalten.

  • Berücksichtigen Sie bei der Platzierung der Spots die Balken oder den Rahmen Ihrer Überdachung: Die genaue Position der Spots wird häufig teilweise dadurch bestimmt, wo eine Montage praktisch möglich ist.

  • Erstellen Sie vorher einen einfachen Beleuchtungsplan oder eine Skizze, damit Sie sehen können, ob die Verteilung passt, bevor Sie mit dem Sägen und Bohren beginnen.

Starten Sie mit Ihrer Berechnung

Mit diesen Faustregeln und dem Rechenbeispiel können Sie für nahezu jede Überdachung gut einschätzen, wie viele Spots Sie benötigen. Beachten Sie, dass die genaue Lichtleistung und der Abstrahlwinkel je nach Produkt variieren. Prüfen Sie deshalb immer die technischen Daten des Spots, für den Sie sich letztendlich entscheiden, bevor Sie Ihre Bestellung abschließen.

Sind Sie sich bei der richtigen Größe, Ausführung oder Art des Spots noch unsicher? Lesen Sie unseren Kaufratgeber zur Auswahl der richtigen Verandaspots, in dem wir unter anderem Abmessungen, Ausschnittdurchmesser und den Unterschied zwischen festen und schwenkbaren Spots erklären.

Wissen Sie, wie viele Spots Sie benötigen? Folgen Sie unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Anschließen und Installieren der Verandabeleuchtung, um die Spots, den Treiber und die Fernbedienung selbst zu installieren.

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